Unsere diesjährige Vereinsreise führte uns ins Engadin, auf den Muottas Muragl. Die Regenfronten säumten die Reise, liessen uns aber meist in Ruhe, so dass sie der frohen Stimmung nie Abbruch taten.

Das Wetter meinte es gut mit uns, wir hatten Sonnenschein mit kleineren Quellwolken, die uns vorerst nicht störten, als wir uns in Gams trafen. Nach kurzer Anwesenheitskontrolle wurden die Ämtli verteilt: Peter machte das Schlusslicht (Besenwagen) und Martin hatte die Aufgabe, möglichst schnell zum jeweiligen Zug zu gelangen, um dort auf das Trittbrett zu stehen bis die Gruppe vollständig war. Mit dem Postauto fuhren wir nach Buchs, dort stiessen nochmals einige Sängerkollegen dazu und weiter ging es mit dem Zug nach Sargans. Uns war bewusst, dass wir bei den jeweiligen Umsteigeorte nicht allzu viel Zeit hatten. In Sargans waren wir gar so flott unterwegs, dass wir einen zu frühen Zug nach Chur erwischten. Während der Fahrt bemerkten wir, dass unser Dirigent Christian in Sargans zu uns stossen hätte sollen … Waren wir nun schon bei der frühmorgens erwähnten erwarteten 10% Verlustrate angekommen? Kurz kam Hektik auf, aber zum Glück legte sich diese schnell wieder. Christian sass im selben Zug, auch er war ein Zug zu früh unterwegs.
In Chur angekommen, hiess es umsteigen in die RhB auf die wunderschöne Albula-Strecke. Mit Kaffee, Gipfeli, Orangensaft und Mineralwasser verkürzten wir uns die Reise. Die Fahrt mit der RhB war sehr kurzweilig, es gab viel zu sehen und zu entdecken, wie zum Beispiel das berühmte Landwasserviadukt bei Filisur. Auch Günter, der das erste Mal in der Gegend war, wurde durch den ortskundigen Erich vollumfänglich über die Sehenswürdigkeit informiert.
Mit der Standseilbahn Muottas Muragl ging es hoch auf 2451 m.ü.M. Die Aussicht war überwältigend, trotz einiger Wolken. Wir nutzen die trockene Phase vor einem kurzen Regenguss für einige Lieder und ein Gruppenfoto. Unser Gesang schien den Leuten zu gefallen, wurden wir doch von verschiedenen Personen gefilmt und fotografiert. Im Restaurant des Romantik-Hotels gab es Zmittag. Kalbshackplätzli mit Kartoffelstock, Sauce und einem gespannt erwarteten Gurkensalat. Auch ein Glas Wein, ein Bier oder Most und Kaffee und Glace durfte nicht fehlen. Nach dem Essen genossen wir nochmals die wunderbare Aussicht auf der Panoramaterrasse bevor es wieder talwärts ging. Auf dem Rückweg legten wir einen Zwischenstopp in Bergün ein. Gerade als wir zum Zug ausstiegen, wurden wir von einem heftigen Wolkenbruch empfangen. Im Bahnhofbüffet wurden wir herzlich begrüsst, alles war hübsch hergerichtet und wir wurden mit einem feinen Salsiz-Käse-Plättli, einer Gerstensuppe und einem Stück Zwetschgenstreuselkuchen verwöhnt. Auch hier durfte ein kleines Ständchen nicht fehlen. Es wurde von den Gastgebern mit einem feinen Braulio verdankt.
Zufrieden, satt und mit vielen Eindrücken traten wir die Heimreise an. Wir verabschiedeten uns um 21:10 Uhr in Gams Zentrum. Ein wunderschöner lustiger Tag ging zu Ende!